Bier zum Essen (Steak mit Pumpernickelkruste)

Als nächstes Gericht aus der Franziskaner Weissbier-Fibel habe ich mich an einem Fleischgericht versucht. Das Gericht heißt "Rehrücken mit Pumpernickelkruste und Petersilienwurzelstampf". Das ganze soll mit dem Franziskaner Royal kombiniert werden.


Zunächsteinmal habe ich das Gericht ein wenig geändert und das Reh durch Rind ersetzt. Reh hat zur Zeit nicht grade Saison und ich hatte grade gutes Rindfleisch zu Hause. Trotz der hohen Erwartungen nach der sehr leckeren Kartoffel-Kürbis-Suppe war ich auch diesmal nicht enttäuscht. Die Pumpernickelkruste passt auch sehr gut zum Rindfleisch und unterstreicht die Röstaromen nach dem braten. Allerdings war die Kruste nicht wirklich fest und rutschte beim schneiden leicht runter. Wahrscheinlich kann man das verhindern wenn man nach ein paar Versuchen die Konsistenz der Kruste genau drauf hat. Der Petersilienwurzelstampf war auch lecker. Es ist zwar nicht weltbewegend, aber ich werde grade diesen Stampf öfters mal als Alternative zu Kartoffelpüree machen.

Kommen wir jetzt zum Bier. Das Franziskaner Royal ist in der Reihe das Schwergewicht mit 6% und einer sehr dunklen Farbe. Es ist schon auf halbem Weg zu einem Weizenbock. Der typische Geruch nach reifer Banane (dominant hier) und Nelken (etwas weniger intensiv) von einem Weißbier kommt hier wirklich zur Geltung. Der Körper von dem Bier ist im Verhältnis zum starken Arome deutlich zurückhaltender. Von mir aus könnte es ruhig noch etwas malziger sein, auch wenn man dann vielleicht bei 7% landet. Der Abgang ist wieder sehr angenehm mit einer deutlich spürbaren Bittere vom Hopfen.

Die Kombination aus dem Essen und dem Bier ist wieder sehr gut nachvollziehbar. Zu Fleisch gefällt mir ein etwas bitterer Abgang vom Bier immer sehr gut. Die Pumpernickelkruste auf der anderen Seite passt schön zu einem etwas vollmundigerem Bier und verstärkt den Geschmack von dem etwas dunklerem Malzanteil. Bei direkter Kombination im Mund kann man praktisch die neue Sorte Pumpernickel-Weißbierbock (in Anlehnung an tatsächlich existierende Pumpernickel-Porter) schmecken. In dem leichten Nelkenaroma, dass das Fleisch beim Zubereiten abbekommt findet sich dann noch eine angenehme Gemeinsamkeit in den Aromen die die Kombination schön abrundet.

Von David, am 2014-09-29 21:30:12